|
Kinderlieder |
|
Abendsegen |
|
Abends will ich schlafen gehn, vierzehn Engel um mich stehn: |
Abends wenn ich schlafen geh, Vierzehn Engel bei mir stehn, |
Dichter: Adelheid Wette, um 1890
Tonsatz:
Engelbert
Humperdinck, 1893
Aus "Hänsel
und Gretel
Interpret 1: Fantasy on a Theme from 'Haensel und Gretel' for Orchestra, Children's Prayer
Interpret 2: Kathleen Battle & Frederica von Stade
Interpret 3: Wiener Sängerknaben
|
Auf einem Baum ein Kuckuck saß |
1. Auf einem Baum ein
Kuckuck, -
Sim sa la dim, bam ba, sa la du, sa la dim -
Auf einem Baum ein Kuckuck saß.
2. Da kam ein junger Jäger,
-
Sim sa la dim, bam ba, sa la du, sa la dim -
Da kam ein junger Jägersmann.
3. Der schoß den armen
Kuckuck, -
Sim sa la dim, bam ba, sa la du, sa la dim -
Der schoß den armen Kuckuck tot.
4. Und als ein Jahr
vergangen, -
Sim sa la dim, bam ba, sa la du, sa la dim -
Und als ein Jahr vergangen war.
5. Da war der Kuckuck
wieder, -
Sim sa la dim, bam ba, sa la du, sa la dim -
Da war der Kuckuck wieder lebendig.
6. Da freuten sich die
Leute,
Sim sa la dim, bam ba, sa la du, sa la dim -
Da freuten sich die Leute sehr.
Deutsches Kinderlied
(Singspiel), Volkslied und Gedicht aus dem Bergischen Land (18. Jahrhundert)
Der Texter und Komponist sind unbekannt. 1838 erschien es im Erks-Irmers
Deutschen Volksliedern 1.
Interpret: Kinderchor des NDR, "Das Liederbuch 1"
|
Bettelmanns
Hochzeit |
Kehrreim:
|: Widele, wedele, hinterm Städtele hält der Bettelmann Hochzeit. :|
1. |: Alle Tierle, die Wedele habe, sind zur Hochzeit gelade. :|
2. |: Pfeift das Mäusele, tanzt das Läusele, schlägt das Igele Trommel. :|
Bellt das Hündele,
miaut das Kätzele und das Schweinele grunzet.
Alle die Tiere mit hellen Stimmen sollen als Sänger kommen.
Hüpft das Zickele, hopst das Hasele und das Füllen springet.
Alle die Tiere mit langen Beinen sollen als Tänzer kommen.
Surrt das Fliegele,
summt das Bienele und die Hummel brummet.
Alle die lustigen Musikanten sollen zur Hochzeit kommen.
Wind mar a Kränzele,
tun wir a Tänzele, lassen die Geigen klingen.
Widele, wedele, hinterm Städtele hält der Bettelmann Hochzeit.
Schwäbisches
Volkslied
Aus des Knaben Wunderhorn
Interpret: Kinderchor des NDR, "Das Liederbuch 1"
|
Das Wandern ist des Müllers Lust |
1. |: Das Wandern ist
des Müllers Lust :| Das Wandern
Das muß ein schlechter Müller sein, |: dem niemals fiel das Wandern ein :|
Das Wandern, das Wandern . . . . .
2. |: Vom Wasser haben
wir's gelernt :| Vom Wasser
Das hat nicht Ruh' bei Tag und Nacht |: ist stets auf Wanderschaft bedacht :|
Das Wasser, das Wasser . . . . .
3. |: Das sehn wir auch
den Rädern an :| Den Rädern
Die gar nicht gerne stille steh'n |: und sich bei tag nicht müde drehn :|
Die Räder, die Räder . . . . . .
4. |: Die Steine selbst
so schwer sie sind :| Die Steine
Sie tanzen mit den muntern Rhein |: und wollen gar noch schneller sein :|
Die Steine, die Steine . . . .
5. |: O Wandern,
Wandern, meine Lust :| O Wandern
Herr Meister und Frau Meisterin |: laßt mich in Frieden weiterziehn :|
Und wandern, und wandern
Dichter:
Wilhelm Müller, 1818
Singweise: Carl Friedrich Zöllner, 1844
Interpret: Rudolf Schock & Wiener
Sängerknaben
|
Der Mond ist aufgegangen |
1.
Der Mond ist aufgegangen, die gold'nen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget
Und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.
|
2. Wie ist die Welt
so stille |
2. Wie ist die Welt
so stille |
3.
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur/noch halb zu sehen
Und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost verlachen, Weil uns’re Augen sie nicht seh'n.
4.
Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste
Und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel.
5. Gott, laß dein
Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freu’n! Laß uns einfältig werden
Und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein!
6.
Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod! Und wenn du uns genommen,
Laß uns in'n Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott!
7.
So legt euch denn ihr Brüder in Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch. Verschon’ uns Gott mit Strafen
Und laß uns ruhig schlafen und unser'n kranken Nachbarn auch.
Tonsatz: Johann Abraham Peter Schulz, 1790
Interpret: Rudolf Schock
|
Die Blümelein, sie schlafen |
1. Die Blümelein, sie
schlafen schon längst im Mondenschein,
Sie nicken mit den Köpfchen auf ihren Stengelein.
|: Es rüttelt sich der Blütenbaum, er säuselt wie im Traum;
Schlafe, schlafe, du mein Kindlein, schlafe ein. :|
2. Die Vögelein, sie
sangen so süß im Sonnenschein,
Sie sind zur Ruh' gegangen in ihre Nestchen klein;
|: Das Heimchen in dem Ährengrund, es tut allein sich kund.
Schlafe, schlafe, du mein Kindlein, schlafe ein. :|
3. Sandmännchen kommt
geschlichen und guckt durchs Fensterlein,
Ob irgend noch ein Liebchen nicht mag zu Bette sein;
|: Und wo er noch ein Kindchen fand, streut er ins Aug' ihm Sand:
Schlafe, schlafe, du mein Kindlein, schlafe ein. :|
4. Sandmännchen aus dem
Zimmer, es schläft mein Herzchen fein,
Es ist gar fest verschlossen schon sein Guckäugelein.
|: Es leuchtet morgen mir Willkomm das Äugelein so fromm!
Schlafe, schlafe, du mein Kindlein, schlafe ein. :|
Tonsatz: nach "Zu
Bethlehem geboren" von Johannes Brahms
Dichter: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (Strophe 1-3)
Interpret: unbekannt
|
Die Vogelhochzeit |
Ein Vogel wollte Hochzeit machen in dem grünen Walde.
Kehrreim: Fiderallala, Fiderallala, Fiderallalalala
Der Fink, der war
der Bräutigam, die Amsel war die Braute.
Der Sperber, der Sperber, der war der Hochzeitswerber.
Der Stare, der Stare, der flocht der Braut die Haare.
Der Uhu, der Uhu, der bringt der Braut die Hochzeitsschuh’.
Der Kuckuck schreit, der Kuckuck schreit, er bringt der Braut das
Hochzeitskleid.
Der Seidenschwanz, der Seidenschwanz, der bracht’ der Braut den
Hochzeitskranz.
Der Sperling, der Sperling, der bringt der Braut den Trauring.
Die Taube, die Taube, die bringt der Braut die Haube.
Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der bringt der Braut nen Blumentopf.
Die Lerche, die Lerche, die führt die Braut zur Kerche.
Der Auerhahn, der Auerhahn, der war der stolze Herr Kaplan.
Die Puten, die Puten, die machten breite Schnuten.
Die Meise, die Meise, die bringt der Braut die Speise.
Die Gänse und die Anten, die war'n die Musikanten.
Der Pfau mit seinem breiten (bunten) Schwanz macht mit der Braut den
Hochzeitstanz.
Die Schnepfe, die Schnepfe, setzt auf den Tisch die Näpfe.
Die Finken, die Finken, die gaben der Braut zu trinken.
Der lange Specht, der lange Specht, der macht der Braut das Bett zurecht.
Das Drosselein, das Drosselein, das führt die Braut ins Kämmerlein.
Brautmutter war die Eule, nahm Abschied mit Geheule.
Der Uhu, der Uhu, der macht die Fensterläden zu.
Der Hahn, der krähet gute Nacht, da wird die Lampe ausgemacht.
Die Vogelhochzeit ist nun aus, die Vögel fliegen all’ nach Haus.
Das Käuzchen bläst die Lichter aus und alle ziehn vergnügt nach Haus.
Deutsches Volkslied, um
1470
bis heute werden Strophen dazugedichtet
Interpret: Kelly Family
|
Drei Gäns' im Haberstroh |
Drei Gäns' im
Haberstroh saßen da und waren froh.
Kam der Bauer gangen, mit der langen Stangen.
Er ruft: „Wer do? Wer do? Wer do?"
Drei Gigagigagiga-Gäns im Haberstroh!
Verfasser: Unbekannt
Interpret: "Das Liederbuch 1"
|
Du, du liegst mir im Herzen |
1. Du, du liegst mir im
Herzen, du, du liegst mir im Sinn.
Du, du machst mir viel Schmerzen, weißt nicht, wie gut ich dir bin.
2. So, so wie ich dich
liebe, so, so liebe auch mich!
Die, die zärtlichsten Triebe fühl' ich allein nur für dich!
3. Doch, doch darf ich
dir trauen, dir, dir mit leichtem Sinn?
Du, du kannst auf mich bauen, weißt ja, wie gut ich dir bin.
4. Und, und wenn in der
Ferne mir, mir dein Herz erscheint,
dann, dann wünsch ich so gerne, dass uns die Liebe vereint.
Worte und Weise: Volkslied aus
Norddeutschland (um 1820)
Interpret: Männerchor Notre Dame
|
Jäger aus Kurpfalz |
1. Ein Jäger aus Kurpfalz, der reitet durch den grünen Wald, Er schießt das Wild daher, gleich wie es ihm gefällt.
Kehrreim: |: Hoho, hallo, gar lustig ist die Jägerei Allhier auf grüner Heid', allhier auf grüner Heid', :| 2. Auf! Sattelt mir mein Pferd und legt darauf den Mantelsack, So reit' ich hin und her als Jäger aus Kurpfalz. 3. Hubertus auf der Jagd, der schoß ein'n Hirsch und einen Has'. Er traf ein Mägdlein an, und das war achtzehn Jahr.
4. Des Jägers seine Lust den großen Herren ist bewußt, Jawohl, jawohl bewußt, wie man das Wildpret schuß. 5. Wohl zwischen seine Bein, da muß der Hirsch geschossen sein, Geschossen muß er sein, auf eins, zwei, drei. 6. Jetzt reit' ich nimmer heim, bis daß der Kuckuck, kuckuck schreit, Er schreit die ganze Nacht allhier auf grüner Heid'!
Dichter: Erbförster
Friedrich Wilhelm Utsch (1732-1795) war der Jäger aus Kurpfalz
Angeblich schrieb sein Hausgeistlicher die (oder manche) Verse des Liedes,
1750
Volksweise 1763
Interpret: Westfälische Nachtigallen
|
Ein Jäger längs dem Weiher ging |
1. Der Jäger längs dem
Weiher ging. Lauf, Jäger, lauf!
Die Dämmerung den Wald umfing.
Kehrreim:
Lauf, Jäger, lauf, Jäger, lauf,
lauf, lauf,
Mein lieber Jäger, guter Jäger, lauf, lauf, lauf
|: Mmein lieber Jäger, lauf! :|
2. "Was raschelt in dem Grase dort?" Lauf, Jäger, lauf!
"Was flüstert leise fort und fort?"
3. Ein Häschen spielt
im Mondenschein. Lauf, Jäger, lauf!
Ihm leuchten froh die Äugelein.
4. "Was ist das für
ein Untier doch!" Lauf, Jäger, lauf!
"Hat Ohren wie ein Blocksberg hoch!"
5. "Das muß fürwahr
ein Kobold sein," Lauf, Jäger, lauf!
"Hat Augen wie Karfunkelstein!"
6. Der Jäger furchtsam um sich schaut, Lauf, Jäger, lauf!
"Jetzt gilt es wagen, o mir graust!"
7. O, Jäger, laß die Büchse
ruh'n, Lauf, Jäger, lauf!
Das Tier könnt' dir ein Leid antun.
8. Der Jäger lief zum
Wald hinaus, Lauf, Jäger, lauf!
Verkroch sich flink im Jägerhaus,
9. Das Häschen
spielt im Mondenschein, Lauf, Jäger, lauf!
Ihm leuchten froh die Äugelein,
Volkslied aus
Westfalen und Hessen
aus dem Taunus
Interpret: Regensburger Domspatzen, "Das Liederbuch, Lied 22)
|
Es tönen die Lieder |
Es tönen die Lieder, der
Frühling kehrt wieder,
Es spielet der Hirte auf seiner Schalmei:
La la la la la la la a, la la la la la la la.
Worte und Weise:
Unbekannt
Interpret: Hermann Prey, "Das Liederbuch 2, Lied 48)
|
Fuchs, du hast die Gans gestohlen |
1. Fuchs, du hast die
Gans gestohlen, |: gib sie wieder her, :|
|: Sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr. :|
2. Seine große, lange Flinte |: schießt auf dich den Schrot, :|
|: Daß dich färbt die rote Tinte und dann bist du tot. :|
3. Liebes Füchslein laß dir raten |: sei doch nur kein Dieb :|
|: Nimm, du brauchst nicht Gänsebraten, mit der Maus vorlieb. :|
Verfasser: Ernst
Anschütz, 1824
Interpret: Wiener Sängerknaben, "Das Liederbuch 1, Lied 2"
|
Geh aus mein Herz und suche Freud |
1. Geh’ aus mein Herz und
suche Freud' in dieser schönen/lieben Sommerzeit
An deines Gottes Gaben schau an der schönen Gärtenzier
Und siehe wie sie mir und dir |: sich ausgeschmücket haben. :|
2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem grünen Kleide, Narzissen und die Tulipan
Die ziehen sich viel schöner an |: als Salomonis Seide. :|
3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft
Und macht sich in die Wälder die hochbegabte Nachtigall
Ergötzt und füllt mit ihrem Schall |: Berg, Hügel, Tal und Felder. :|
4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus
Das Schwälblein speist die Jungen, der schnelle Hirsch, das leichte Reh
Ist froh und kommt aus seiner Höh' |: ins tiefe Gras gesprungen. :|
5. Die Bächlein rauschen in dem Sand und malen sich an ihrem Rand
Mit schattenreichen Myrten, die Wiesen liegen hart dabei
Und klingen ganz vom Lustgeschrei |: der Schaf’ und ihrer Hirten. :|
6. Die unverdroß'ne Bienenschar fliegt hin und her, sucht hier und da
Ihr edle Honigspeise des süßen Weinstocks starker Saft
Bringt täglich neue Stärk’ und Kraft |: in seinem schwachen Reise. :|
7. Der Weizen wächset mit Gewalt darüber jauchzet jung und alt
Und rühmt die große Güte des, der so überflüssig labt
Und mit so manchem Gut begabt |: das menschliche Gemüte. :|
8. Ich selber kann und mag nicht ruh'n. Des großen Gottes großes Tun
Erweckt mir alle Sinnen, ich singe mit, wenn alles singt
Und lasse was dem Höchsten klingt |: aus meinem Herzen rinnen. :|
9. Ach denk' ich bist Du hier so schön und läßt Du’s uns so lieblich geh'n
Auf dieser armen Erde, was will doch wohl nach dieser Welt
Dort in dem reichen Himmelszelt |: und güldnen Schlosse werden? :|
10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein!
Wie wird es da wohl klingen? Da so viel tausend Seraphim
Mit unverdroß'nem Mund und Stimm |: ihr Halleluja singen. :|
11. Oh wär ich da, o stünd ich schon, ach süßer Gott, vor Deinem Thron
Und trüge meine Palmen! So wollt ich nach der Engel Weis’
Erhöhen Deines Namens Preis, |: mit tausend schönen Psalmen. :|
12. Doch gleichwohl will ich weil ich noch hier trage dieses Leibes Joch
Auch gar nicht stille schweigen. Mein Herze soll sich fort und fort
An diesem und an allem Ort |: zu Deinem Lobe neigen. :|
13. Hilf mir und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt,
Daß ich Dir stetig blühe; Gib, daß der Sommer Deiner Gnad'
In meiner Seele früh und spat |: viel Glaubensfrücht' erziehe. :|
14. Mach in mir Deinem Geiste Raum, daß ich Dir werd ein guter Baum,
Und laß mich Wurzeln treiben; verleihe, daß zu Deinem Ruhm,
Ich Deines Gartens schöne Blum' |: und Pflanze möge bleiben. :|
15. Erwähle mich zum Paradeis, und laß mich bis zur letzten Reis'
An Leib und Seele grünen; so will ich Dir und Deiner Ehr'
Allein und sonstern Keinem mehr
|: hier und dort ewig dienen. :|
Dichter: Paul Gerhardt, aus dem
"Sommerlied" (EG 503), 1656
Tonsatz: August Harder, 1813
Interpret: Kinderchor Münchweiler
|
Grün, grün, grün sind alle meine Kleider |
1. Grün, grün, grün
sind alle meine Kleider, grün, grün, grün ist alles, was ich hab.
Darum lieb ich alles was so grün ist, weil mein Schatz ein Jäger, Jäger ist.
2. Blau, blau, blau sind alle meine Kleider, blau, blau, blau ist alles, was ich
hab.
Darum lieb ich alles, was so blau ist, weil mein Schatz ein Seemann, Seemann
ist.
3. Weiß, weiß, weiß sind alle meine Kleider, weiß, weiß, weiß ist alles
was ich hab.
Darum lieb ich alles, was so weiß ist, weil mein Schatz ein Bäcker, Bäcker
ist.
4. Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider, schwarz, schwarz, schwarz
ist alles , was ich hab.
Darum lieb ich alles, was so schwarz ist, weil mein Schatz ein Schornsteinfeger
ist.
5. Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider, bunt, bunt, bunt ist alles, was ich
hab.
Darum lieb ich alles, was so bunt ist, weil mein Schatz ein Maler, Maler ist.
Volkslied aus
Pommern, zu dem oft noch weitere Verse mit verschiedenen anderen Farben
hinzugefügt werden.
Interpret: Kinderchor des NDR, "Das Liederbuch 1"
|
Guten Abend, gute Nacht |
Guten Abend, gute Nacht,
mit Rosen bedacht,
Mit Nelklein besteckt, schlupf unter die Deck'
|: Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt. :|
Guten Abend, gute Nacht, von Englein bewacht,
Die zeigen im Traum dir Christkindleins Baum.
|: Schlaf nun selig und süß, schau im Traum's Paradies. :|
Volkslied
Interpret 1: Kinderchor des Hölderlin Gymnasiums Nürtingen, "Das
Liederbuch 1, Lied 37"
Interpret 2: Wiener Sängerknaben
|
Hänschen klein |
1. Hänschen klein geht
allein in die weite Welt hinein.
Stock und Hut steht im gut, ist gar wohlgemut.
Aber Mama weinet sehr, hat ja nun kein Hänschen mehr!
"Wünsch dir Glück!" sagt ihr Blick, "kehr' nur bald zurück!"
2. Sieben Jahr, trüb
und klar, Hänschen in der Fremde war.
Da besinnt sich das Kind, eilt nach Haus geschwind.
Doch nun ist's kein Hänschen mehr. Nein, ein großer Hans ist er.
Braun gebrannt Stirn und Hand. Wird er wohl erkannt?
3. Eins, zwei, drei, geh'n
vorbei, wissen nicht, wer das wohl sei.
Schwester spricht: "Welch Gesicht?" Kennt den Bruder nicht.
Kommt daher die Mutter sein, schaut ihm kaum ins Aug hinein,
Ruft sie schon: "Hans, mein Sohn! Grüß dich Gott, mein Sohn!"
Lieb' Mama, ich bin da,
ich dein Hänschen, hopsasa!
Glaube mir, ich bleib hier, geh nicht fort von dir!
Da freut sich die Mutter sehr und das Hänschen noch viel mehr!
Denn es ist, wie ihr wißt, gar so schön bei ihr.
Singweise: „Fahret hin“
bei Büsching u. v. der Hagen 1807; teilweise schon veröffentlicht 1711
Dichter: Franz Wiedemann (1821-1882)
Interpret: Kinderchor des NDR, "Das Liederbuch 1, Lied 1"
|
Höre Kind vom Schwabenland |
1. Höre Kind vom
Schwabenland, höre Kind aus Bayern,
fasst Euch fester bei der Hand, diesen Tag zu feiern.
Kind, ob Du vom Rheine bist oder von der Elbe,
unsre deutsche Sprache ist überall die selbe.
2. Unsre Herzen sind verwandt, zwischen hier und drüben,
ist doch unser Heimatland, das wir alle lieben.
Grenzen zwischen West und Ost, sollen uns nicht hindern,
fliegt doch unsre Freundespost heut zu allen Kindern.
3. Weht ihr Grüße mit dem Wind, über alle Schranken,
tragt zu jedem deutschen Kind, friedliche Gedanken.
Denn wir haben längst erkannt, die kann niemand trennen,
die das schöne deutsche Land, ihre Heimat nennen.
DDR-Kinderlied, 1954
Interpret: Pioniere
|
Im Frühtau zu Berge |
1. Im Frühtau zu Berge
wir ziehn/gehn, Falera
Es grünen die Wälder und Höh'n, Falera
|: Wir wandern ohne Sorgen singend in den Morgen
Noch ehe im Tale die Hähne krähen. :|
2. Ihr alten und
hochweisen Leut', Falera
Ihr denkt wohl wir wären nicht gescheit, Falera
|: Wer sollte aber singen wenn wir schon Grillen fingen
In dieser so herrlichen Frühlingszeit. :|
3. Werft ab alle Sorgen
und Qual, Falera
Kommt mit auf die Höhen aus dem Tal, Falera
|: Wir sind hinaus gegangen den Sonnenschein zu fangen
Kommt mit und versucht es doch selbst einmal. :|
Schwedische
Volksweise: "Vi gå öfver daggstänkta berg"
Verfasser: Olof Thunman (1879-1944)
Seit 1917 in Deutschland weit verbreitet
Interpret: Hermann Prey
|
Im Wald und auf der Heide |
1.Im Wald und auf der
Heide, da such ich meine Freude,
|: Ich bin ein Jägersmann. :|
Die Forsten treu zu hegen, das Wildbret zu erlegen,
|: Mein' Lust hab' ich daran. :|
|: Hal-li, hallo, hal-li hallo, mein' Lust hab' ich daran. :|
2. Trag' ich in meiner
Tasche ein Tränklein in der Flasche,
|: Ein Stückchen schwarzes Brot, :|
Brennt lustig meine Pfeife, wenn ich den Forst durchstreife,
|: Da hat es keine Not :|
|: Hal-li, hallo, hal-li hallo, mein' Lust hab' ich daran. :|
3. Im Walde
hingestrecket, den Tisch mit Moos mir decket
|: Die freundliche Natur. :|
Den treuen Hund zur Seite, ich nun das Mahl bereite
|: Auf Gottes freier Flur. :|
|: Hal-li, hallo, hal-li hallo, mein' Lust hab' ich daran. :|
4. Das Huhn im schnellen
Fluge, die Schnepf' im Zickzackzuge
|: Treff' ich mit Sicherheit. :|
Die Sauen, Reh' und Hirsche, erleg' ich auf der Pirsche,
|: Der Fuchs läßt mir sein Kleid. :|
|: Hal-li, hallo, hal-li hallo, mein' Lust hab' ich daran. :|
5. Und streif' ich durch
die Wälder und zieh' ich durch die Felder
|: Einsam den ganzen Tag, :|
Doch schwinden mir die Stunden gleich flüchtigen Sekunden,
|: Tracht' ich dem Wilde nach. :|
|: Hal-li, hallo, hal-li hallo, mein' Lust hab' ich daran. :|
6. Wenn sich die Sonne
neiget, der feuchte Nebel steiget,
|: Mein Tagwerk ist getan, :|
Dan zieh' ich von der Heide zur häuslich stillen Freude,
|: Ein froher Jägersmann. :|
|: Hal-li, hallo, hal-li hallo, mein' Lust hab' ich daran. :|
Dichter: Wilhelm
Bornemann "In grünbelaubter Heide",
zuerst in Hartigs Forst- und Jagdarchiv von und für Preußen", 1.
Jahrgang, 2. Heft, Berlin 1816
Singweise: F. L.
Gehricke, 1827
Interpret: Tölzer Knabenchor
|
Kein schöner Land |
1.
Kein schöner Land in dieser Zeit als wie das uns're weit und breit
|: Wo wir uns finden wohl unter Linden zur Abendszeit :|
2. Da haben wir so manche Stund' gesessen da in froher Rund
|: Und taten singen, die Lieder klingen im Eichengrund :|
3. Daß
wir uns hier in diesem Tal noch treffen so viel hundertmal
|: Gott mag es schenken, Gott mag es lenken, er hat die Gnad :|
4. Nun Brüder eine gute Nacht, der Herr im hohen Himmel wacht
|: In seiner Güte uns zu behüten ist Er bedacht :|
Verfasser:
Anton Wilhelm Florentin von Zuccalmaglio, 1838
Interpret: "Die Trapp-Familie in Amerika" (Film)
|
Kindlein mein |
1. Kindlein mein, schlaf
doch ein, weil die Sternlein kommen.
Und der Mond kommt auch schon wieder angeschwommen.
Eia Wiege, Wiege mein, schlaf, mein Kindlein, schlaf nun ein.
2. Kindlein mein, schlaf
doch ein, Vöglein fliegt vom Baume;
fliegt geschwind zu meinem Kind, singt ihm vor im Traume.
Eia Wiege, Wiege mein, schlaf, mein Kindlein, schlaf nun ein.
3. Mütterlein singt dich
ein, schlaf dir rot die Wänglein.
Treu bewacht in der Nacht, träume süß von Englein.
Eia Wiege, Wiege mein, schlaf, mein Kindlein, schlaf nun ein.
Volkslied
Interpret: unbekannt
|
Kommt ein Vogel geflogen |
1. Kommt ein Vogerl
geflogen, setzt sich nieder auf mein Fuß,
Hat ein Zetterl im Schnabel, von der Mutter einen Gruß.
2. Lieber Vogel, fliege
weiter! Nimm ein Gruß mit und ein Kuß,
Denn ich kann dich nicht begleiten, weil ich hier bleiben muß.
Dichter: Adolf Bäuerle, 1822
Tonsatz: Wenzel Müller (1767-1835) in der Volks-Zauberoper "Wien in einem
anderen Weltteile"
Interpret: Wiener Sängerknaben, "Das Liederbuch 1"
|
Jesus liebt mich |
|
1. Jesus liebt mich
wissen wir, |
1. Jesus
liebt mich, das ist wahr, |
|
Kehrreim: |
Kehrreim: |
|
2. Jesus liebt
mich! Er der starb, |
2. Jesus
liebt mich, denn sein Blut |
Kehrreim
Und
Sünde hält er ein.
|
3. Jesus liebt
mich! liebt mich doch, |
3. Jesus
liebt mich, er versprach, |
Kehrreim
Er
führt mich Tag für Tag.
|
4. Jesus liebt
mich! bleibt bei mir, |
4.
Jesus liebt auch dich so sehr, |
Kehrreim
Drum
lass ihn heute ein.
Dichter:
Strophe 1, Anna B. Warner, 1860. Strophen 2-3, David Rutherford McGuire
Tonsatz: William B. Bradbury, 1862
Interpret: Kinderchor Derschlag, "Ja, damals"
|
O wie wohl ist mir am Abend |
O wie wohl ist mir am
Abend, mir am Abend
Wenn zur Ruh die Glocken läuten, Glocken läuten:
Bim, bam, bim, bam, bim, bam!
Ähnlich einem Kanon
von Karl Friedrich Schulz
Interpret: The von Trapp Children
|
Sah ein Knab ein
Röslein stehn |
1. Sah ein Knab' ein Röslein
steh'n, Röslein auf der Heiden,
War so jung und war so schön lief er schnell es nah zu seh'n
Sah's mit vielen Freuden
Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden.
2. Knabe sprach:
"Ich breche dich, Röslein auf der Heiden."
Röslein sprach: "Ich steche dich, daß du ewig denkst an mich,
Und ich will's nicht leiden."
Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden.
3. Und der wilde Knabe
brach's Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach, half ihm doch kein Weh und Ach,
Mußt es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden.
Dichter: Johann
Wolfgang von Goethe, 1771
Singweise: Heinrich Werner, 1829
Interpret: Kammerchor Wernigerode
|
Schlafe, mein Prinzchen |
1. Schlafe, mein Prinzchen,
schlaf ein! Es ruh'n Schäfchen und Vögelein.
Garten und Wiese verstummt, auch nicht ein Bienchen mehr summt.
Luna mit silbernem Schein gucket zum Fenster herein.
Schlafe beim silbernem Schein,
Kehrreim:
Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein, Schlaf ein, schlaf ein!
2. Alles im Schlosse schon
liegt alles in Schlummer gewiegt;
Reget kein Mäuschen sich mehr Keller und Küche sind leer
Nur in der Zofe Gemach tönet ein schmachtendes Ach
Was für ein Ach mag dies sein?
Kehrrein
3. Wer ist beglückter als
Du? Nichts als Vergnügen und Ruh.
Spielwerk und Zucker vollauf, und noch Karossen im Lauf.
Alles besorgt und bereit, daß nur mein Prinzchen nicht schreit.
Was wird das künftig noch sein?
Kehrreim
Dichter: Friedrich
Wilhelm Gotter in dem Schauspiel "Esther", Leipzig 1795
Tonsatz: Bernhard Flies, Berlin 1796
Interpret: Westfälische Nachtigallen
|
Schwarzbraun ist die Haselnuss |
1. Schwarzbraun ist die
Haselnuß
Schwarzbraun |: bin auch ich :|
Schwarzbraun muß mein Madel sein
Gerade so wie ich.
Kehrreim:
|: Duvi du duvi duvi di ha ha ha :|
Duvi du duvi duvi di ha ha ha
Duvi du duvi duvi di
2. Maderl hat mir
Busserl geba
Hot mi |: schwer gekränkt :|
Hab 'rs wieder z'rück gegeb'n
I' will jo nix geschenkt.
Duvi du duvi duvi di . . .
3. Maderl hat nicht Hof
noch Haus
Maderl |: hat kein Geld :|
Doch ich geb sie nicht heraus
Für alles in der Welt.
Duvi du duvi duvi di . . .
4. Kernig ist die
Haselnuß,
Kernig |: bin auch ich. :|
Wenn ich eine heiraten tu,
So muß sie sein wie ich.
Duvi du duvi duvi di . . .
Aus der Schweiz, um
1790
Interpret: Tölzer Knabenchor
|
Tanzen und Springen |
|: Tanzen und Springen,
singen und klingen,
Fa-la-la- la, Fa-la-la-la, Fa-la-la. :|
Lauten und Geigen soll'n auch nicht schweigen;
Zu musizieren und jubilieren
Steht mir all mein Sinn.
|: Fa-la-la-la, Fa-la-la, Fa-la-la :|
|: Schöne Jungfrauen in
grüner Auen.
Fa-la-la- la, Fa-la-la-la, Fa-la-la. :|
Mit ihn'n spazieren und konversieren,
Freundlich zu scherzen, freut mich im Herzen
Für Silber und Gold.
|: Fa-la-la-la, Fa-la-la, Fa-la-la :|
Verfasser: Hans Leo
Haßler, 1601
Interpret: The King's Singers, "Madrigal History Tour"
|
Unsre Heimat |
Unsere
Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer,
unsere Heimat sind auch all die Bäume im Wald.
Unsere Heimat ist das Gras auf der Wiese,
das Korn auf dem Feld und die Vögel in der Luft
und die Tiere der Erde
und die Fische im Fluß sind die Heimat.
Und wir lieben die Heimat, die schöne
und wir schützen sie,
weil sie dem Volke gehört,
weil sie unserem Volke gehört.
Dichter: Herbert
Keller
Singweise: Hans Naumilkat
Dieses Liede wurde oft in der DDR von der Ernst Thälmann Pionierorganisation
gesungen
Interpret: Pioniere
|
Verloren |
Rosmarienheide zur
Maienzeit blüht, Rosmarienheide erfreut das Gemüt,
Rosmarienheide ist lieblich und zart, Rosmarienheide ist eigener Art.
Anna, Marianna, wo bist du mein Lieb, Anna, Marianna, der Wind dich vertrieb,
Anna, Marianna, du zogst in die Stadt, Anna, Marianna vergessen mich hat.
Rosmarienheide blüht wieder im Moor, Rosmarienheide die Farbe verlor,
Rosmarienheide zum zweiten Mal blüht, Rosmarienheide erfreut kein Gemüt.
Anna, Marianna, du zogst in die Stadt, Anna, Marianna, der Wind dich vertrieb,
Anna, Marianna, dein Herz das ging tot, Anna, Marianna, in Kummer und Not.
Dichter: Hermann
Löns (1866-1914)
Singweise: Paul Gräner (1872-1944)
Interpret: Kammerchor Wernigerode
|
Weißt du, wieviel Sternlein stehen |
1. Weißt du, wieviel
Sternlein stehen an dem blauen Himmelzelt?
Weißt du, wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt?
Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet
an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.
2. Weißt du, wieviel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut,
wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut?
Gott der Herr rief sie mit Namen, dass sie all ins Leben kamen,
dass sie nun so fröhlich sind, dass sie nun so fröhlich sind.
3. Weißt du, wieviel Kinder frühe stehn aus ihrem Bettlein auf,
dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind am Tageslauf?
Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen,
kennt auch dich und hat dich lieb, kennt auch dich und hat dich lieb
Volkslied
Interpret: Hermann Prey, "Das Liederbuch 2, Lied 40"
|
Wenn alle Brünnlein fließen |
1. Wenn alle Brünnlein fließen,
so muß man trinken.
Wenn ich mein'n Schatz nicht rufen darf, tu ich ihm winken,
Wenn ich mein'n Schatz nicht rufen darf, ju, ja, rufen darf,
Tu ich ihm winken.
2. Ja, winken mit den Äugelein, und treten auf den Fuß;
's ist eine in der Stube drin, die meine werden muß,
's ist eine in der Stube drin, ju, ja, Stube drin,
Die meine werden muß.
3. Warum sollt sie's nicht werden, ich hab' sie ja so gern;
Sie hat zwei blaue Äugelein, die leuchten wie zwei Stern,
Sie hat zwei blaue Äugelein, ju, ja, Äugelein,
Die leuchten wie zwei Stern.
4. Sie hat zwei rote Wängelein,
sind röter als der Wein;
Ein solches Mädel findst du nicht wohl unterm Sonnenschein;
Ein solches Mädel findst du nicht, ju, ja, findst du nicht,
Wohl unterm Sonnenschein.
5. So herzig wie mein Liesele ist keine auf der Welt,
Vom Kopf bis zu den Füßele ist alles wohl bestellt;
Vom Kopf bis zu den Füßele, ju, ja, Füßele,
Ist alles wohl bestellt.
6. Ach herz'ger Schatz ich bitte dich, ach, laß mich gehn!
Denn deine Leut die schmähen mich, ich muß mich schämen.
Denn deine Leut die schmähen mich, ju ja, schmähen mich,
Ich muß mich schämen.
7. Was frag ich nach den Leuten,
die mich tun schmähen?
Ei so lieb ich nocheinmal, dies schöne Mädchen.
Ei so lieb ich nocheinmal, ju ja, nocheinmal,
Dies schöne Mädchen.
Volkslied
Singweise: Aus Schwaben. bei Friedrich Silcher op.65 Nr. 1, 1855
Interpret: Regensburger Domspatzen
|
Wenn der Heiland, wenn der Heiland |
1. Wenn der Heiland,
wenn der Heiland als König erscheint
und die Seinen als Erlöste im Himmel vereint.
Kehrreim:
O dann werden sie glänzen, wie die Sterne so rein
in des Heilandes Krone als Edelgestein.
2. Er wird sammeln, Er
wird sammeln zur heiligen Schar
all die Seinen, die im Blute sich wuschen recht klar.
3. Und die Kindlein und
die Kindlein zieht Er an die Brust,
die Ihm kindlich ihre Herzen hier schenkten voll Lust.
4. Und ihr Großen, und
ihr Kleinen, gebt Jesu das Herz.
Er macht selig, Er macht herrlich, Er führt himmelwärts.
Ursprünglich
Englisch: "When He Cometh, when He Cometh", 1873
Tonsatz: George Frederick Root (1820-1895)
Dichtung: William Orcutt Cushing
Deutsche Übersetzung: Ernst Heinrich Gebhardt (1832-1899)
Interpret: Brigitte & Helga
|
Wer hat die schönsten Schäfchen |
1. Wer hat die schönsten
Schäfchen? Die hat der gold'ne Mond,
Der hinter jenen Bäumen am Himmel droben wohnt.
2. Er kommt am späten
Abend, wenn alles schlafen will,
Hervor aus seinem Hause zum Himmel leis' und still.
3. Dann weidet er die
Schäfchen auf seiner blauen Flur,
Denn all' die weißen Sterne sind seine Schäfchen nur.
4. Sie tun uns nichts zu
Leide hat eins das and're gern,
Und Schwestern sind und Brüder da droben Stern an Stern.
5. Und soll ich dir ein's
bringen, so darfst du niemals schrei'n,
Mußt freundlich wie die Schäfchen und wie ihr Schäfer sein.
Dichter: Hoffmann von
Fallersleben
Singweise: Johann Friedrich Reichardt
Interpret: Wiener Sängerknaben, "Das Liederbuch 2"
|
Wer recht in Freuden wandern will |
1. Wer recht in Freuden
Wandern will, der geh' der Sonn' entgegen!
Da ist der Wald so kirchenstill, kein Lüftchen mag sich regen.
Noch sind nicht die Lerchen wach, nur im hohen Gras der Bach
Sing leise den Morgensegen.
2. Die ganze Welt ist wie ein Buch, darin uns aufgeschrieben
In bunten Zeilen manch ein Spruch, wie Gott uns treu geblieben.
Wald und Blumen, nah und fern und der helle Morgenstern
Sind Zeugen von seinem Lieben.
3. Da zieht die Andacht
wie ein Hauch durch alle Sinnen leise;
Da pocht ans Herz die Liebe auch in ihrer stillen Weise,
Pocht und pocht bis sich's erschließt und die Lippe überfließt
Von lautem, jubelnden Preise.
4. Und plötzlich läßt die Nachtigall im Busch ihr Lied erklingen;
In Berg und Tal erwacht der Schall und will sich aufwärts schwingen,
Und der Morgenröte Schein stimmt in lichter Glut mit ein:
"Laßt uns dem Herrn lobsingen!"
Singweise: Gustav
Klauer (1827-1854)
Dichter: Emanuel Geibel, 1839
Interpret: Tölzer Knabenchor