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Kathedralgesänge |
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Volkstümlicher
Lobgesang |
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Ave
Maria |
1. Ave Maria! Jungfrau mild,
Erhöre einer Jungfrau Flehen,
Aus diesem Felsen starr und wild Soll mein Gebet zu dir hinwehen.
Wir schlafen sicher bis zum Morgen, Ob Menschen noch so grausam sind.
O Jungfrau, sieh der Jungfrau Sorgen, O Mutter, hör ein bittend Kind!
Ave Maria!
2. Ave Maria! Unbefleckt!
Wenn wir auf diesen Fels hinsinken
Zum Schlaf, und uns dein Schutz bedeckt Wird weich der harte Fels uns dünken.
Du lächelst, Rosendüfte wehen In dieser dumpfen Felsenkluft,
O Mutter, höre Kindes Flehen, O Jungfrau, eine Jungfrau ruft!
Ave Maria!
3. Ave Maria! Reine Magd!
Der Erde und der Luft Dämonen,
Von deines Auges Huld verjagt, Sie können hier nicht bei uns wohnen,
Wir woll'n uns still dem Schicksal beugen, Da uns dein heil'ger Trost anweht;
Der Jungfrau wolle hold dich neigen, Dem Kind, das für den Vater fleht.
Ave Maria!
Übersetzer:
Adam Storck
Tonsatz: Franz Schubert, 1825
Aus D839, Op 52 No 6
Interpret: Maria Callas
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Denn alles Fleisch ist wie Gras |
Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen. Das Gras ist verdorret und die Blume abgefallen. 1. Petri 1,24
So seid nun geduldig, lieben Brüder, bis auf die Zukunft des Herrn. Siehe, ein Ackermann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und ist geduldig darüber, bis er empfahe den Morgenregen und Abendregen. Jacobi 5,7
Aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. 1. Petri 1,25
Die Erlöseten des Herrn werden wieder kommen, und gen Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen und Schmerz und Seufzen wird weg müssen. Jesaias 35,10
Verfasser:
Johannes Brahms (1833-1897)
Werk: "Denn alles Fleisch ist wie Gras", op. 45 no. 2
Aus "Ein Deutsches Requiem"
Interpret: unbekannt
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Denn Er hat seinen Engeln befohlen |
Denn
Er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass
sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass
sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest,
dass
sie dich auf den Händen tragen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
Bibelstelle:
Psalm
91:11-12
Tonsatz: Felix
Mendelssohn Bartholdy,
1844
Interpret: Dresdner Kreuzchor
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Die Sonn' erwacht |
Die Sonn erwacht, mit
ihrer Pracht erfüllt sie die Berge, das Tal
O Morgenluft, o Waldesduft, o goldener Sonnenstrahl!
Mit Sing und Sang die
Welt entlang! Wir fragen woher nicht, wohin.
Es treibt uns fort von Ort zu Ort mit freiem und fröhlichem Sinn.
In Nah und Fern
führt uns ein Stern, auf ihn nur gerichtet den Blick!
O Freiheit, dir, wir folgen dir und keiner bleibt, keiner zurück.
Dichter: Pius Alexander Wolff,
1819
Tonsatz: Carl Maria von Weber , Oper "Preziosa", 1820
Interpret: Süddeutscher Pilgerchor
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Die Himmel erzählen die Ehre Gottes |
Die Himmel erzählen die
Ehre Gottes
Und die Feste seiner Hände Werk.
Die Feste verkündigt seiner Hände Werk.
Nach dir, Herr, verlanget mich,
mein Gott ich hoffe auf dich.
Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, die Weisheit deiner Wege,
die Liebe, die für alle wacht, anbetend überlege,
so weiß ich, von Bewundrung voll, nicht wie ich dich erheben soll,
mein Herr, mein Gott, mein Vater, mein Vater!
Bibelstelle:
Psalm 19:1-3
Tonsatz: Emil
Janssen (von bis unbekannt)
Interpret: Pro Christ Chor
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Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre |
1. Die Himmel rühmen
des Ewigen Ehre,
Ihr Schall pflanzt seinen Namen fort.
Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere,
Vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort.
Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne?
Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt?
Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne,
|: Und läuft den Weg gleich wie ein Held. :|
2. Vernimm's und siehe
die Wunder der Werke,
Die Gott so herrlich aufgestellt.
Verkündigt Weisheit und Ordnung and Stärke
Dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt?
Er ist dein Schöpfer, ist Weisheit und Güte,
Dein Gott der Ordnung und dein Heil;
Er ist's, ihn liebe von ganzem Gemüte
|: Und nimm an seiner Gnade teil. :|
Dichter:
Johann Christian Fürchtegott Gellert
Singweise: Ludwig van Beethoven
Interpret: Montanara Chor
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Ein' feste Burg ist unser Gott |
1.
Ein’ feste Burg ist unser Gott, Ein’ gute Wehr und Waffen;
Er hilft uns frei aus aller Not, Die uns jetzt hat betroffen.
Der alt’ böse Feind, Mit Ernst er’s jetzt meint,
Groß’ Macht und viel List Sein’ grausam’ Rüstung ist,
Auf Erd’ ist nicht seinsgleichen.
2.
Mit uns’rer Macht ist nichts getan, Wir sind gar bald verloren;
Es streit’ für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ,
Der Herr Zebaoth, Und ist kein and’rer Gott,
Das Feld muß er behalten.
3.
Und wenn die Welt voll Teufel wär’ Und wollt’ uns gar verschlingen,
So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt, Wie sau’r er sich stellt,
Tut er uns doch nicht, Das macht, er ist gericht’,
Ein Wörtlein kann ihn fällen.
4.
Das Wort sie sollen lassen stahn Und kein’ Dank dazu haben;
Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr’, Kind und Weib:
Laß fahren dahin, Sie haben’s kein’ Gewinn,
Das Reich muß uns doch bleiben.
Bibelstelle:
Psalm 46
Dichter & Tonsatz: Martin Luther, 1529
Interpret 1: BACH J.S.: 082 - Ein Choralbuch für Johann Sebastian - Kleine Feste - Psalmlieder
Interpret 2: Norton Anthology of Western Music, "Vol. 1 Disc 3"
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Gott, der du die Liebe heißt |
5. Arie (Duett) T B
Gott, der du die Liebe heißt,
Ach, entzünde meinen Geist,
Laß zu dir vor allen Dingen
Meine Liebe kräftig dringen!
Gib, daß ich aus reinem Triebe
Als mich selbst den Nächsten liebe;
Stören Feinde meine Ruh,
Sende du mir Hülfe zu!
Dichter:
Verse 1 und 6: Konrad Hubert, 1540; Verse 2-5: unbekannt
Tonsatz: Johann Sebastian Bach, 1741
Aus „Allein zu dir, Herr Jesu Christ", BWV 33
Interpret: unbekannt
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Gott ist mein Hirt' |
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Gott ist
mein Hirt, mir wird nichts mangeln. |
Gott ist mein Hirt,
mir wird nichts mangeln. |
Bibelstelle:
Psalm 23
Tonsatz: Franz
Schubert, op. 132 (1797-1828)
Interpret: King's College Choir, "Heavenly Voices"
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Großer Gott, wir loben dich |
1. Großer Gott, wir loben
dich, Herr, wir preisen deine Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.
2. Alles, was dich preisen
kann, Cherubim und Seraphinen
stimmen dir ein Loblied an, alle Engel, die dir dienen,
rufen dir stets ohne Ruh': Heilig, heilig, heilig! zu.
3. Heilig, Herr Gott
Zebaoth, heilig, Herr der Himmelsheere,
starker Helfer in der Not ! Himmel, Erde, Luft und Meere
sind erfüllt von deinem Ruhm; alles ist dein Eigentum.
4. Der Apostel heil'ger
Chor, der Propheten hehre Menge,
schickt zu deinem Thron empor neue Lob- und Dankgesänge;
der Blutzeugen lichte Schar lobt und preist dich immerdar.
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5. Dich Gott Vater
auf dem Thron, |
5. Auf dem ganzen
Erdenkreis |
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6. Du, des Vaters
ew'ger Sohn, |
6. Sie verehrt den Heil'gen
Geist, |
7. Durch dich steht das
Himmelstor allen, welche glauben offen.
Du stellst uns dem Vater vor, wenn wir kindlich auf dich hoffen;
du wirst kommen zum Gericht, wenn der letzte Tag anbricht.
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8. Herr steh'
deinen Dienern bei, |
8. Steh' denn, o
Herr, uns bei, |
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9. Sieh dein Volk
in Gnaden an, |
9. Sieh dein Volk
in Gnaden an; |
10. Alle Tage wollen wir
dich und deinen Namen preisen
und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen.
Rett' aus Sünden, rett' aus Tod, sei uns gnädig, Herre Gott.
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11. Herr, erbarm,
erbarme dich; |
11. Herr, erbarm,
erbarme dich! |
Liedursprung:
Lüneburg, 1688
Umgedichtet von: Ignaz Franz um 1770, nach "Te Deum Laudamus" des
Nicetas von Remisiana aus dem 4. Jhd.
Später neu vertont von: Peter Ritter
(1770 – 1847)
Interpret: Montanara Chor
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Ich bete an die Macht der Liebe |
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1. Ich bete an die
Macht der Liebe, |
1. Ich bete an die
Macht der Liebe, |
|
2. Für mich ist
ewig Herz und Leben, |
2. Für Dich sei
ganz mein Herz und Leben, |
3. Ich liebt und lebte
recht im Zwange, wie ich mir lebte ohne Dich;
Ich wollte Dich nicht, ach so lange, doch liebest Du und suchtest mich,
Mich böses Kind aus bösem Samen, im hohen, holden Jesusnamen.
|
4. In diesem teuren
Jesusnamen |
4. Des Vaterherzens
tiefste Triebe |
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5. Wie bist Du mir
so sehr gewogen, |
5. Wie bist Du mir
so zart gewogen, |
6. Ich fühl's, Du bist's, Dich muß ich haben, ich fühl's, ich muß für Dich nur sein;
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, mein Ruhplatz ist in Dir allein.
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen; drum folg ich Deinen sel'gen Zügen.
7. Ehr' sei dem hohen Jesusnamen, in dem der Liebe Quell entspringt,
Von dem hier alle Bächlein kamen, aus dem der Sel'gen Schar dort trinkt.
Wie beugen sie sich ohne Ende! Wie falten sie die frohen Hände!
8. O Jesu, daß Dein Name bliebe im Grunde tief gedrücket ein!
Möcht' Deine süße Jesusliebe in Herz und Sinn gepräget sein!
Im Wort, im Werk, in allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen.
Dichter:
Gerhard Tersteegen, 1729
Tonsatz: Dmytro Bortnjanskyj, 1822
Interpret: Bachchor Siegen
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Ich singe Dir mit Herz und Mund |
1. Ich singe Dir mit
Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust,
Ich sing und mach auf Erden kund, was mir von Dir bewußt.
2. Ich weiß, daß Du
der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist,
Daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt.
3. Was sind wir doch?
Was haben wir? Auf dieser ganzen Erd,
Das uns, o Vater, nicht von Dir Allein gegeben werd.
4. Du nährest uns von
Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu
Und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei.
5. Du strafst uns
Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr,
Ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer.
6. Du zählst, wie oft
ein Christe wein' und was sein Kummer sei;
Kein Zähr- und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.
7. Du füllst des Lebens
Mangel aus mit dem, was ewig steht
Und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd entgeht.
8. Wohlauf, mein Herze,
sing und spring und habe guten Mut!
Dein Gott, der Ursprung aller Ding', ist selbst und bleibt dein Gut.
9. Er ist dein Schatz,
dein Erb' und Teil, dein Glanz und Freudenlicht,
Dein Schirm und Schild, dein' Hilf' und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht.
10. Was kränkst du dich
in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht?
Nimm deine Sorg' und wirf sie hin auf den, der dich gemacht!
11. Hat er dich nicht
von Jugend auf versorget und ernährt?
Wie manches schweren Unglückslauf hat er zurückgekehrt!
12. Wenn unser Herze
seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht
Und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zur Ehr' gereicht.
13. Er hat noch niemals
was versehn in seinem Regiment;
Nein, was er tut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End'.
14. Ei nun, so laß ihn
ferner tun und red' ihm nichts darein,
So wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein.
Dichter: Paul
Gerhardt (1607-1676)
Tonsatz: Johann Crüger (1598-1662)
Interpret: Wetzlarer Jugendchor
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Jauchzet Gott in allen Landen |
1.
Arie S
Jauchzet Gott in allen Landen!
Was der Himmel und die Welt
An Geschöpfen in sich hält, müssen dessen Ruhm erhöhen,
Und wir wollen unserm Gott gleichfalls itzt ein Opfer bringen,
Daß er uns in Kreuz und Not allezeit hat beigestanden.
2.
Rezitativ S
Wir beten zu dem Tempel an,
Da Gottes Ehre wohnet,
Da dessen Treu,
So täglich neu,
Mit lauter Segen lohnet.
Wir preisen, was er an uns hat getan.
Muß gleich der schwache Mund von seinen Wundern lallen,
So kann ein schlechtes Lob ihm dennoch wohlgefallen.
3.
Arie S
Höchster, mache deine Güte
ferner alle Morgen neu.
So soll vor die Vatertreu auch ein dankbares Gemüte
Durch ein frommes Leben weisen, daß wir deine Kinder heißen.
4.
Choral S
Sei Lob und Preis mit
Ehren Gott Vater, Sohn, Heiligem
Geist!
Der woll in uns vermehren,
was er uns aus Gnaden
verheißt,
Daß wir ihm fest
vertrauen, gänzlich uns lass'n auf
ihn,
Von Herzen auf ihn bauen,
daß uns'r Herz, Mut und
Sinn
Ihm festiglich anhangen; drauf singen wir zur
Stund:
Amen, wir werd'n's
erlangen, Glaub'n wir aus Herzensgrund.
("Nun lob, mein
Seel, den Herren," Vers 5)
Dichter:
unbekannt
Tonsatz: Johann Sebastian Bach, BWV 51, um 1730
Interpret: unbekannt
|
Jesus bleibet meine Freude |
Jesus bleibet meine Freude,
meines Herzens Trost und Saft,
Jesus wehret allem Leide, er ist meines Lebens Kraft.
Meiner Augen Lust und Sonne, meiner Seele Schatz und Wonne;
Darum laß' ich Jesum nicht, aus dem Herzen und Gesicht.
Tonsatz:
Johann Sebastian Bach, 1716
Dichter: Salomo Franck, 1717
Aus „Herz und Mund und Tat und Leben“, BWV 147a, Strophe 10
Interpret: Westlands Mannenkoor
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Lobe den Herren |
1.
Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren!
Meine geliebte Seele, das ist mein Begehren.
Kommet zu Hauf! Psalter und Harfe, wacht auf!
Lasset den Lobgesang hören!
2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
Der dich auf Flügeln des Adelers sicher geführet,
Der dich erhält, wie es dir selber gefällt.
Hast du nicht dieses verspüret?
3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat dich der gnädige Gott
Über dir Flügel gebreitet.
4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet,
Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran, was der Allmächtige kann,
Der dir mit Liebe begegnet.
5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen.
Alles was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen.
Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht;
Lob ihn und schließe mit Amen!
Dichter
und Tonsatz: Joachim Neander, 1680
Aus "Glaub- und Liebesübung"
Interpret: Festliche Musik von Johann Sebastian Bach
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Nun danket alle Gott |
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1. Nun danket alle
Gott |
1. Nun danket alle
Gott |
2. Der ewig reiche Gott
woll uns bei unsrem Leben
Ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben,
Und uns in seiner Gnad, erhalten fort und fort
Und uns aus aller Not erlösen hier und dort.
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3. Lob, Ehr und
Preis sei Gott, |
3. Lob, Ehr und
Preis sei Gott, |
Dichter: Martin
Rinkart,
1636
Tonsatz: Johann Crüger, 1647
Interpret: Fischerchöre
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Nun ruhen alle Wälder |
1. Nun ruhen alle Wälder,
Vieh, Menschen, Städt' und Felder,
Es schläft die ganze Welt; Ihr aber, meine Sinnen,
Auf auf, ihr sollt beginnen, Was eurem Schöpfer wohlgefällt.
2. Wo bist du, Sonne, blieben?
Die Nacht hat dich vertrieben,
Die Nacht, des Tages Feind; Fahr hin! Ein' ander' Sonne,
Mein Jesus, meine Wonne, Gar hell in meinem Herzen scheint.
3. Der Tag ist nun vergangen,
Die güld'nen Sterne prangen
Am blauen Himmelssaal; Also werd' ich auch stehen,
Wann mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem Jammertal.
4. Der Leib eilt nun zur Ruhe,
Legt ab das Kleid und Schuhe,
Das Bild der Sterblichkeit; Die Zieh ich aus. Dagegen
Wird Christus mir anlegen Den Rock der Ehr' und Herrlichkeit.
5. Das Haupt, die Füß' und
Hände Sind froh, daß nun zu Ende
Die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden
Vom Elend dieser Erden Und von der Sünden Arbeit frei.
6. Nun geht, ihr matten Glieder, Geht hin und legt euch nieder,
Der Betten ihr begehrt; Es kommen Stund und Zeiten,
Da man euch wird bereiten Zur Ruh' ein Bettlein in der Erd'.
7. Mein Augen steh'n
verdrossen, Im Hui sind sie geschlossen,
Wo bleibt denn Leib und Seel'? Nimm sie zu deinen Gnaden,
Sei gut für allem Schaden, Du Aug' und Wächter Israel.
8. Breit aus die Flügel
beide, O Jesu, meine freude,
Und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen,
So lass die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein.
9. Auch euch, ihr meine
Lieben, Soll heute nicht betrüben!
Kein Unfall noch Gefahr. Gott laß euch selig schlafen,
Stell' euch die güldnen Waffen Ums Bett und seiner Engel Schar.
Musik: Heinrich Isaak,
1539
Dichter: Paul Gerhardt, 1648
Neu vertont von: Johann Sebastian Bach, 1729, "Harmonie von Bach"
Interpret: Kleine Kantorei des CS, "Frohe Botschaft im Lied"
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O Haupt voll Blut und Wunden |
1. O Haupt voll Blut und
Wunden, Voll Schmerz und voller Hohn,
O Haupt, zum Spott gebunden Mit einer Dornenkron',
O Haupt, sonst schön gezieret Mit höchster Ehr' und Zier,
Jetzt aber höchst schimpfieret: Gegrüßet sei'st du mir!
2. Du edles Angesichte, Davor sonst schrickt und scheut
Das große Weltgewichte, Wie bist du so bespeit!
Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht,
Dem sonst kein Licht nicht gleichet, So schändlich zugericht't?
3. Die Farbe deiner Wangen,
Der roten Lippen Pracht
Ist hin und ganz vergangen; Des blaßen Todes Macht
Hat alles hingenommen, Hat alles hingerafft,
Und daher bist du kommen Von deines Leibes Kraft.
4. Nun, was du, Herr,
erduldet, Ist alles meine Last;
Ich hab' es selbst verschuldet, Was du getragen hast.
Schau her, hier steh' ich Armer, Der Zorn verdienet hat;
Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad'!
5. Erkenne mich, mein
Hüter, Mein Hirte, nimm mich an!
Von dir, Quell aller Güter, Ist mir viel Gut's getan.
Dein Mund hat mich gelabet Mit Milch und süßer Kost;
Dein Geist hat mich begabet Mit mancher Himmelslust.
6. Ich will hier bei dir
stehen, Verachte mich doch nicht!
Von dir will ich nicht gehen, Wenn dir dein Herze bricht;
Wenn dein Haupt wird erblaßen Im letzten Todesstoß,
Alsdann will ich dich faßen In meinen Arm und Schoß.
7. Es dient zu meinen
Freuden Und kommt mir herzlich wohl,
Wenn ich in deinem Leiden, Mein Heil, mich finden soll.
Ach, möcht' ich, o mein Leben, An deinem Kreuze hier
Mein Leben von mir geben, Wie wohl geschähe mir!
8. Ich danke dir von
Herzen, O Jesu, liebster Freund,
Für deines Todes Schmerzen, Da du's so gut gemeint.
Ach gib, daß ich mich halte Zu dir und deiner Treu'
Und, wenn ich nun erkalte, In dir mein Ende sei!
9. Wenn ich einmal soll
scheiden, So scheide nicht von mir;
Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür;
Wenn mir am allerbängsten Wird um das Herze sein,
So reiß mich aus den Ängsten Kraft deiner Angst und Pein!
10. Erscheine mir zum
Schilde, Zum Trost in meinem Tod,
Und laß mich sehn dein Bilde In deiner Kreuzesnot!
Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll
Dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl.
Bibelstelle: Matthäus
27,28-29
Dichter: Bernard von Clairvaux, 1153
Übersetzt aus dem Lateinischen ins Deutsche von Paul Gerhardt, 1656
Singweise: Hans L. Hassler 1601, Harmonie von Bach, 1729
Interpret: Sir Georg Solti Conducting the Chicago Symphony Orchestra & Chorus
|
O Welt, sieh hier dein Leben |
1. O Welt, sieh hier
dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben,
dein Heil sinkt in den Tod.
Der große Fürst der Ehren lässt willig sich beschweren
mit Schlägen, Hohn und großem Spott.
2. Wer hat dich so
geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen
so übel zugericht'?
Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder,
von Missetaten weißt du nicht.
3. Ich, ich und meine Sünden,
die sich wie Körnlein finden
des Sandes an dem Meer,
die haben dir erreget das Elend, das dich schläget,
und das betrübte Marterheer.
Dichter: Paul Gerhardt (1607-1676)
Vertonung: Heinrich Isaac (um 1460-1517)
Chorsatz: Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Interpret: Wetzlarer Evangeliumschor, "Unvergessen - Lieder die bleiben
(4)"
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Wach auf, du Geist der ersten Zeugen |
1. Wach auf, du Geist
der ersten Zeugen,
der Wächter, die auf Zions Mauern stehn,
die Tag und Nächte nimmer schweigen
und die getrost dem Feind entgegengehn,
ja deren Schall die ganze Welt durchdringt
und aller Völker Scharen zu dir bringt.
2. O daß doch bald dein Feuer
brennte,
o möcht es doch in alle Lande gehn!
Ach Herr, gib doch in deine Ernte
viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn.
O Herr der Ernte, siehe doch darein:
die Ernt ist groß, der Knechte Zahl ist klein.
3. Dein Sohn hat ja mit
klaren Worten
uns diese Bitt in unsern Mund gelegt.
O siehe, wie an allen Orten
sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt,
dich herzinbrünstig hierum anzuflehn;
drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn.
4. So gib dein Wort mit
großen Scharen,
die in der Kraft Evangelisten sein;
laß eilend Hilf uns widerfahren
und brich in Satans Reich mit Macht hinein.
O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis
dein Reich bald aus zu deines Namens Preis!
5. Ach daß die Hilf aus
Zion käme!
O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht,
dein Volk aus dem Gefängnis nähme!
O würd es doch nur bald vor Abend licht!
Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei
und komm herab zur Hilf und mach uns frei!
6. Ach laß dein Won
recht schnelle laufen,
es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein.
Ach führe bald dadurch mit Haufen
der Heiden Füll zu allen Toren ein!
Ja wecke dein Volk Israel bald auf,
und also segne deines Wortes Lauf!
7. Laß jede hoh und
niedre Schule
die Werkstatt deines guten Geistes sein,
ja sitze du nur auf dem Stuhle
und präge dich der Jugend selber ein,
daß treuer Lehrer viel und Beter sein,
die für die ganze Kirche flehn und schrein!
8. Du wirst dein
herrlich Werk vollenden,
der du der Welten Heil und Richter bist;
du wirst der Menschheit Jammer wenden,
so dunkel jetzt dein Weg, o Heilger, ist.
Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn:
du tust doch über Bitten und Verstehn.
Verfasser:
Karl Heinrich von Bogatzky, 1750
Interpret: Studiochor S+G, Sopran: Hannelore Finkbeiner, "Mit Chorälen
durchs Jahr"
|
Wer nur den lieben Gott lässt walten |
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1. Wer nur den lieben Gott
lässt walten |
1. Wer nur den lieben Gott
lässt walten |
2. Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.
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3. Man halte nur ein wenig stille |
3. Man halte nur ein wenig stille |
4. Er
kennt die rechten Freudenstunden,
Er weiß wohl, wann es nützlich sei.
Wenn er uns nur hat treu erfunden
Und merket keine Heuchelei,
So kommt Gott, eh' wir's uns versehn,
Und lässet uns viel Gut's gescheh'n.
5. Denk nicht in deiner
Drangsalshitze,
Dass du von Gott verlassen sei'st,
Und dass der Gott im Schoße sitze,
Der sich mit stetem Glücke speist.
Die Folgezeit verändert viel
Und setzet jeglichem sein Ziel.
6. Es sind ja Gott sehr
leichte Sachen
Und ist dem Höchsten alles gleich,
Den Reichen arm und klein zu machen,
Den Armen aber groß und reich.
Gott ist der rechte Wundermann,
Der bald erhöh'n, bald stürzen kann.
7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.
Dichter
& Tonsatz: Georg Neumark, 1642
Interpret: Winzbacher Knabenchor, "Den Kummer sich vom Herzen singen"
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Wohl mir, dass ich Jesum habe |
Wohl mir, dass ich Jesum
habe, o wie feste halt' ich ihn,
Daß er mir mein Herze labe, wenn ich krank und traurig bin.
Jesum hab' ich, der mich liebet und sich mir zu eigen gibet;
Ach drum laß' ich Jesum nicht, wenn mir gleich mein Herze bricht.
Tonsatz:
Johann Sebastian Bach, 1716
Dichter: Salomo Franck, 1717
Aus „Herz und Mund und Tat und Leben“, BWV 147a, Strophe
6
Interpret: unbekannt